Das Äußere
Umgeben vom ehemaligen Friedhof ein rechteckiger Ziegelbau auf Feldsteinpartien. Im Osten die Sakristei in Fachwerk, im Westen ein Dachreiter mit spitzem Türmchen, zu dem eine Schlagglocke herauslugt. Beide Giebel sind durch Simse und Pilaster einfach gegliedert.
Das Innere
Das Innere ist ganz im Sinne der Reformation gestaltet: ein ungeteilter Raum, überwölbt von einem von Hans Gödecke 1595 reich ausgemalten Tonnengewölbe aus Holz, das ein theologisches und ein genealogisches Programm enthält: in der Mitte sind vier Medaillons mit alttestamentlichen Szenen, dem Sündenfall, der Sintflut, der Opferung Isaaks und der Erhöhung der ehernen Schlange, abgebildet. Dieses lutherische Bekenntnis wird auf der Nordseite von Bildern der zwölf Propheten, auf der Südseite von Bildern der zwölf Apostel begleitet. Darin hineinkomponiert sind die Wappenschilde der Vorfahren des Gründerpaares durch fünf Generationen: nördlich die Wappen der männlichen Linie, südlich die der Elisabeth von Holle. An der Westempore zeigen sieben Bilder die Kindheit Jesu bis zum zwölfjährigen Jesus im Tempel, auf der Nordseite sein Wirken bis zur seltenen Szene der Aussendung der Jünger. Den Abschluss machen die beiden Wappentafeln des Gründerpaares.

